Gastartikel

Keine Exkursion durch unser Inneres:

Was passiert mit dem Essen, nachdem es im Mund gelandet ist? Welchen Weg nimmt es durch Deinen Körper und wie spielen die Organe zusammen?

Der Mund
Damit Essen in Deinen Körper gelangt, steckst Du es Dir in den Mund. Er stellt den kräftigsten Muskel dar, den unser Körper im Petto hat. Hier arbeiten Zähne, Kiefer, Zahnschmelz und die Zunge wie beim guten Sportteam Hand in Hand. Während der Zahnschmelz unsere Zähne vor Nahrungsbestandteilen schützt, üben diese einen gigantischen Druck aus, um das Essen zu zermahlen. Bis zu 80 kg Druck kannst Du mit Deinen Backzähnen auf das Essen auswirken. Damit haben Kuchen, Fleisch und Co kaum eine Chance.

Die Speiseröhre
In der Speiseröhre dehnt sich für den Nahrungsmittelbrei stückweise aus und verschließt sich dahinter wieder, sodass vom Essen nichts zurückrutschen kann. Schwerkraft spielt hier ausnahmsweise keine Rolle, denn auch im Handstand befördert die Speiseröhre das Geschluckte in den Magen. Der Muskel am Ende der Speiseröhre lockert sich durch den Schluckvorgang. Innerhalb weniger Sekunden landet das Essen im Magen.

Der Magen
Dein Magen dehnt sich mit jedem Bissen, den Du bewältigst, aus. Dadurch kann er unterschiedliche Mengen an Essen aufnehmen. Sobald Essen im Magen ist, beginnt sich dieser zu bewegen, sodass die Nahrung gegen die Magenwand geschleudert und der gesamte Verdauungstrakt in Bewegung gebracht wird. Die Nahrungsmittel werden vom Magen in winzige Partikel zermalmt, die nur eine Größe von 0,2 mm haben. Allein für ein Stück Torte braucht er gut 2 Stunden. Übrigens übernimmt der Magen eine Vorsortierung und leitet einfach gestrickte Kohlenhydrate nach kurzem Zwischenstopp in den Dünndarm.

Der Dünndarm
Der Dünndarm arbeitet nach der Devise „es geht immer nach vorn“. Selbst die winzigen Darmzotten helfen dabei, dass der Nahrungsbrei nach vorn bewegt wird. Hierfür bedient sich Dein Körper am peristaltischen Reflex. Dabei ist der Dünndarm eines der fleißigsten Verdauungsorgane. Ist die Verdauung im Dünndarm etwa eine Stunde her und erfolgreich abgeschlossen, nimmt dieser einen Reinigungsvorgang vor.

Der Dickdarm
Während Dein Dünndarm ein regelrechtes Arbeitstier ist, zeigt sich der Dickdarm von seiner gemütlichen Seite. Hier ist Deine Darmflora zuhause. Sollte ein Lebensmittel unverdaut bleiben, fällt es der Darmflora zum Opfer. Dünn- und Dickdarm werden durch die Bauhin-Klappe voneinander getrennt. Sie sorgt dafür, dass aus dem Dickdarm nichts zurück in den Dünndarm gelangt. Nach vorn bewegt der Dickdarm den Nahrungsbrei etwa drei- bis viermal am Tag. Etwa einen Tag braucht unser Verdauungssystem, um beispielsweise ein Stück Torte zu bewältigen.

Die verantwortliche Person für diesen Gastartikel und Grafik ist:
Daniel Kettner von was-hilft-gegen-verstopfung.net/