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Tag des Kusses – und die Folgen

Am 6. Juli wird der Tag des Kusses weltweit begangen.
Ein Tag sozusagen für die Volksgesundheit, denn Küssen ist nicht nur einfach schön sondern sehr gesund. Es stärkt Immunsystem und Gesichtsmuskulatur, baut Stresshormone ab und sorgt damit für Ausgeglichenheit.

Nun ist das Küssen zumindest in der intensiveren Ausführung in der Öffentlichkeit nicht jedermannns Sache. Den Küssenden könnte es unangenehm sein weil vielleicht Tante Else zufällig vorbeikommt oder, schlimmer noch, der eigene Ehepartner (huch, da kommt ja Corinna, bitte tu so, als ob nix war). Auch neutrale Passanten könnten sich gestört fühlen. Im negativen Sinne: Igitt, das macht man aber nich, oder positiv: Hach, waren das noch Zeiten als ich jung war…

Das Küssen in der Öffentlichkeit
ist zumindest in der intensiveren Ausführung
nicht jedermannns Sache.

Nun haben mitfühlende Stadtväter beschlossen, Kusszellen (ein Mittelding zwischen Telefonzelle und Wetterhäuschen) aufzustellen (nein, die Idee hatte der Verein „Kussfreunde e.V.“). Damit soll auch ein herzhafter oder erotischer? Kuss in der Fußgängerzone ungestört möglich sein.
Die erste Zelle ist in München aufgestellt worden, weitere sollen in Hamburg, Düsseldorf und Köln folgen.
Das ist doch eine gute Idee, trägt man doch damit sehr zu einem angenehmen Aufenthalt durch ungestörten Kussgenuss (vielleicht mit Corinna? Hat Heinz gerade beim Hemdenkauf kennengelernt, küsst bis zum Wahnsinn) in den Innenstädten bei.
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Paradox ist es allerdings, dass man ein anderes Bedürfnis, das viele auch gerade an belebten Orten bedrängt, sträflich vernachlässigt: der Blasendrang und dass damit verbundene Suchen einer öffentlichen Toilette. Ich hoffe nur, das diese Kusszellen nicht durch verzweifelt müssende Menschen zweckentfremdet werden. Naja, man wird sich arrangieren (müssen).

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